"Justus" beeindruckt mit Vielseitigkeit

Begeisterung um Band aus Waldshut-Tiengen bei Konzert im Café Verkehrt in Oberhof
Waldshut-Tiengen

Eine gute Party kann bisweilen aus heiterem Himmel von einem unglücklichen
Zwischenfall überschattet werden. So war das auch beim Konzert von "Justus" im
Café Verkehrt in Oberhof. Eigentlich wollten die sechs Musiker aus Waldshut-Tiengen
ihren zahlreich erschienenen Fans mit dem Besten aus der Rockgeschichte einheizen,
als vor Konzertbeginn die Nachricht vom Unfall der Frau eines Bandmitglieds eintraf.

Doch "Justus" zeigte sich höchst professionell und begann sein Konzert mit kurzer
Verspätung - und nur zu viert, getreu dem Motto, das Sänger Axel Schnurrenberg
ausgab: "Wir spielen unter allen Umständen. Gnadenlos." Das bedeutete aber
zunächst einmal Improvisation, schließlich gab es den vorübergehenden Ausfall von
zwei wichtigen Musikern zu überdecken. Doch "Justus" meisterte diese
Herausforderung bravurös.

Im Verlauf des Konzerts gab es auch Entwarnung: Beim vierten Stück waren Sven
Isabo (Bass), Andreas Kinnigkeit (Gitarre/Gesang), Axel Schnurrenberg
(Gesang/Saxophon), Andi Wolf (Schlagzeug), Fritz Klink (Keyboard) und Rafael
Herrmann (Gitarre) wieder komplett auf der Bühne und rockten richtig drauf los.

Dabei zeigten die Musiker, dass sie eine gewaltige Bandbreite abdeckten. Blues, Pop,
Rock - das Programm von "Justus" war in der Tat beeindruckend vielseitig. Der
Spagat zwischen Falco, Phil Collins, AC/DC, BAP und Marius Müller-Westernhagen
gelang der Band mühelos. Und bei den zahlreichen Besuchern dieses Konzerts kam
das Programm ausgesprochen gut an. Und so war die Tanzfläche bei Klassikern wie
"Born to be wild" oder "I love Rock'n' Roll" gerammelt voll und es wurde getanzt, was
das Zeug hielt.

Markus Baier südk. vom 26.04.2005